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Folkinitiative OHZ e.V.

Osterholzer Kreisblatt v. 24.10.2005:

        Wenn die Raben hungrig werden
Mehr als irische Folklore: Die Gruppe "Cara" konzertierte in Stagges Hotel
Von unserer Mitarbeiterin Monika Fricke

OSTERHOLZ-SCHARMBECK. "Cara" heißt auf gälisch "Freund". Und "Anam
Cara" bedeutet so viel wie "verwandte Seele". In Stagges Hotel fanden sie nun zueinander. Beim Konzert der "New Irish Music"-Gruppe "Cara" kamen sie zusammen, die Freunde und verwandten Seelen der irischen Folklore. Die Osterholz-Scharmbecker Folkintiative hatte das Konzert organisiert und die vier deutschen Musiker Sandra Gunkel (Gesang, Piano, Flöte), Gudrun Walther (Fiddl, Viola, Gesang), Claus Steinort (Flöten, Concertina, Dudelsack) und Jürgen Treyz (Gitarren) für den Auftritt engagiert. Die Musik von "Cara" ist eine Mischung aus traditionellen Songs und Tunes aus Irland und Schottland sowie eigenen Kompositionen. Teils mixten sich die "New Celtic"-Stücke auch mit traditioneller Musik aus Galizien und der Bretagne. Die Gruppe "Cara" präsentierte den Musikfreunden ein abwechslungsreiches Musikprogramm, überwiegend mit Liedern von ihrer CD "In colour". Der Funke der temperamentvollen Musiker sprang schnell auf die Irish Folk-Fans über. Es verbreitete sich fast eine Irish-Pub-Athmosphäre im Konzertsaal. Mit den Füßen wurden die Rhythmen kräftig mitgestampft, so dass der Boden zu vibrieren begann. Und in der Kneipe im Untergeschoss floss irisches Bier. Zu jedem Stück gab’s eine kleine Einführung der Bandmitglieder. Mit dem düsteren Song "Three Ravens" eröffnete die Band ihr Konzert. Sie besangen die Ballade der schwarzen Vögel, die sich überlegten, was sie zum Dinner verspeisen wollten, sie einigten sich auf den toten Soldaten im Gras auf dem Feld. "Das schlimmste ist nun vorbei", sagte Gudrun Walther. "Nun wird es Schritt für Schritt fröhlicher!" Anmutig und charmant spielte die Musikerin ihre Fiddle und Viola. Gemeinsam mit Sandra Gunkel bildeten die Frauen ein faszinierendes Gesangduo mit zarten, glockenhellen Stimmen. Die Eigenkompositionen der Musiker trugen zum Teil die Namen der Orte, an denen die Stücke komponiert wurden: Claus Steinort vollendete eine Komposition an der Autobahnausfahrt zum bayrischen Inning und nannte sie einfach "Inning". Gitarrist Jürgen Treyz dachte bei seinem Song an die Schwedin Frida, so entstand das gleichnamige Stück. Mit heiteren Jigs vom Fenstern in Irland "Who is knocking on my window?", Reels und vielen anderen Songs begeisterte die Gruppe "Cara" die Musikfreunde im Saal. Von ihrer musikalischen Reise in die Bretagne brachten sie viele neue Kompositionen mit, die sie in Stagges Hotel zum Besten gaben. Bei Fahrten und Spaziergängen durch die einzigartige Natur waren neue Songs entstanden. Claus Steinort spielt seit der Reise den Dudelsack und schrieb neue Stücke für das Instrument. Das Publikum zeigte sich beeindruckt. Jeder der vier Musiker bewies meisterhafte Virtuosität auf seinen Instrumenten, dazu erklangen zauberhafte Stimmen. Erst nach drei Zugaben ließ das begeisterte Publikum die Musiker von der Bühne ziehen. Wer noch mehr von "Cara" hören wollte, konnte sich ihre Lieder auf der CD "In colour" mit Heim nehmen.

Fotos vom Konzert:

Ein Gruß von den Caras, per Email eingegangen am 2.11.05:

Liebe Osterholz-Scharmbecker,
es war ein wunderschöner Abend mit euch in Stagge's Hotel, ganz sicher eines der Highlights unserer diesjährigen Herbsttournee! Vielen Dank auch an die netten Menschen von der Folkinitiative, mit denen wir nach dem Konzert noch so gemütlich zusammen saßen. Wir kommen gerne wieder!
Bis zum nächsten Mal, viele Grüße
eure Caras

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