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Volksmusik auf Harfe und Hackbrett OSTERHOLZ-SCHARMBECK. In einem Wirtshaus an der Fraunhofer Straße in der Münchener Innenstadt hatte alles vor 25 Jahren begonnen: Im "Fraunhofer" trafen sich die Musikfreunde Richard Kurländer und Heidi Zink. Als Duo spielten sie traditionelle Volksmusik auf Harfe und Hackbrett. Gerhard Zink, Ehemann von Heidi Zink, kam 1981 hinzu. Das Repertoire vermischte sich mit internationaler Folklore und Klassik aus fünf Jahrhunderten. Das Trio Fraunhofer Saitenmusik begeisterte nun die Musikfreunde in Stagges Hotel mit traditionellen Saiteninstrumenten wie Harfe, Appenzeller Hackbrett und Streichpsalter (Richard Kurländer), Salzburger Hackbrett und Flöte (Heidi Zink) und Kontrabass (Gerhard Zink). Eine große Schar von Fraunhofer-Saitenmusik-Fans aus ganz Norddeutschland (Göttingen, Uelzen, Bremerhaven) traf sich im Konzertsaal, um hier die einzigartigen Klangvariationen der Saiteninstrumente live zu hören. Sie nutzten die Gelegenheit, in der Pause CD's zu kaufen. Einige Konzertbesucher hörten erstmals die Fraunhofer Saitenmusik und waren überwältigt von der Vielseitigkeit der instrumentalen Möglichkeiten von Hackbrett, Harfe und Kontrabass. Mit meisterhafter Virtuosität entlockte Heidi Zink ihrem Salzburger Hackbrett faszinierende Töne, die einem Piano oder gelegentlich einem Cembalo ähnlich klangen. Gerhard Zink legte das Fundament der Klänge mit seinem Kontrabass, den er zupfte oder mit dem Bogen strich. Andächtig hörte das Publikum den Kanon von Johann Pachelbel oder die Partita a-moll von Johann Anton Logy aus dem Jahre 1650. Richard Kurländer bearbeitete die Stücke für das Trio. Die Musikfreunde erlebten eine Reise, die von Bayern nach Österreich, in die Schweiz, über die Bretagne nach Irland, von dort nach Dänemark und nach Finnland führte. Zur französischen Komposition "Tambourin" von Francoise Josef Gassec spielte Heidi Zink die Sopranflöte. Richard Kurländer bearbeitete auch diese Kompositionen für Harfe, Hackbrett und Bass. Als Besonderheit des Konzertes erklang eine Sarabande von G.F. Händel. Sie wurde von Richard Kurländer mit zarten Klängen des seltenen Streichpsalters begleitet. Mit einem Frühlingslied verabschiedete sich das Trio vom Publikum in Stagges Hotel. Die Musikfreunde wollten jedoch mehr von den Fraunhofer Musikern hören und applaudierten lange. Die drei Musiker aus München kamen gerne auf die Bühne zurück und ließen ihre Saiteninstrumente nochmals mit irisch-bayrischer Folklore zu ihrem Stück "Für Arthur" erklingen. Andreas Meinke von der Osterholz-Scharmbecker Folkinitiative traf die oberbayrischen Musiker bei einer Boßeltour in Oldenburg und engagierte sie bereits vor zwei Jahren das erste Mal zum Konzert in Osterholz-Scharmbeck. Zum Boßeln wollten die drei Münchner auch in diesem Jahr nach Oldenburg weiter reisen. N ach diesem Konzert bei Stagge hoffen die meisten Konzertbesucher, dass die Fraunhofer Saitenmusik noch häufiger in Osterholzer-Scharmbeck zu hören sein wird.
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