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Folkinitiative OHZ e.V.

Osterholzer Kreisblatt v. 21.11.2005:

Feengleich und feinsinnig
Nadia Birkenstock bei Stagge
Von unserem Mitarbeiter
Reinhard Bohling

OSTERHOLZ-SCHARMBECK. Mit dem Abschlusskonzert des Jahres 2005 präsentierte die Folkinitiative Osterholz-Scharmbeck in Stagge’s Hotel noch einmal ein Highlight. Durch das faszinierende Spiel auf der keltischen Harfe und ihrer melodischen Stimme hatte Nadia Birkenstock keine Mühe, um die über 80 Fans dieser speziellen Musik in ihren Bann zu ziehen. Der Abend war ein Hörgenuss. Die Leute klatschten sich die Hände wund. Die gebürtige Solingerin mit Gesangsausbildung in den USA und an der Musikhochschule Düsseldorf schaffte eine besondere Atmosphäre. Meisterhaft und locker beherrscht sie die keltische Harfe. Ihre Mezzo-Sopranstimme passt wie maßgeschneidert zu diesem Instrument. Virtuos und feinfühlig, kraftvoll und verhalten gelingt es der Künstlerin, ihre Zuhörer zu berauschen. Ihre besondere liebe gilt den Folksongs aus Irland, Schottland und England. Die Arrangements sind geprägt vom persönlichen Stil. "30 Prozent meiner Lieder texte und komponiere ich selbst", erzählte Nadia Birkenstock. Fast zwei Stunden lang hatte die zierlich wirkende Frau mit der Harfe und dem feenhaft grazilen Gesang begeistert und wirkte kaum erschöpft. Beim Amerikaner Kim Robertson und Schotten Bill Taylor absolvierte sie ihre Meisterkurse für keltische Harfe. Nun überzeugte Nadia Birkenstock bei Stagge mit technischer Leichtigkeit. Ständig pendelt die begeisterte Folkmusikerin zwischen den Wohndomizilen Offenburg und Straßburg. Aber das Leben aus dem Koffer gehört für die Zauberin an dem Instrument aus Rosenholz ja zum Alltag. Erfolgreich tourt sie durch Deutschland, Frankreich, Österreich und die Schweiz. Der Travel-Song (das Reiselied) passte da durchaus zum Thema. Objektive Kenner bescheinigen ihr eine
irische Seele. Davon konnten sich nun die Freunde dieser Musikrichtung nachhaltig überzeugen. Instrumental spielte sie "The Coulia" und "Merrily kiss the Quakers wife". Vom ersten Song an sprang der Funke über. Etliche alte Titel entführten in den kalten Novembernebel. Das Publikum ließ alles auf sich einwirken und genoss.Von Wind, Sonne und Sternen war ein Lied voller Seglerromantik geprägt das Nadia Birkenstock als Hochzeitslied für ihre auf einer niederländischen Insel heiratenden Schwester schrieb. Den Wochenendbeziehungen widmete Nadia Birkenstock lachend das übersetzt lautende Lied "Ich lebe nicht da wo ich liebe". Der geliebte Mensch beherrscht dabei nicht nur die Träume.Das Klagelied der Fischerfrauen, wenn der Sommer naht und das Eis bricht, sodass es die Männer wieder auf’s Meer hinauszieht muss
nach Nadia Birkenstocks Auffassung mit anklagenden Tönen herüberkommen. Und das tat es. Das Publikum war begeistert. Die Zugabe "The road to the isles" führte durch die typisch purpurfarbene schottische Heide zu den Hebriden. Das walisische Schlaflied zum Abschluss war nicht böse gemeint.

Foto’s vom Konzert:

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